Und nochmal: «Vamos a Soritor - 2011»
Wir
gehen nach Soritor – tatsächlich! Was sich anhört wie ein Scherz –
wir waren doch erst letztes Jahr dort – ist schneller als erwartet
Wirklichkeit geworden. Wer beim großen Informationsabend im November 2010
dabei war, konnte deutlich heraus hören, dass einigen von uns bei der
Reise eines fehlte: einfach da zu sein in Soritor, Zeit haben für die
Menschen in der Armenküche, in der Schule – das Leben in unserer
Partnergemeinde einfach mal mitzu(er)leben. Der Wunsch, dies bald mal
nachzuholen, kam schon in Soritor auf, aber dass es sich so bald
verwirklichen lässt…
Wir,
das sind in diesem Jahr ‚nur‘ Angelika und Rudolf Vögele. Der
Stellenwechsel von Angelika und eine längere Pause macht es möglich,
dass sie schon am kommenden Samstag (09.07.) sich auf den Weg nach Peru
macht, einige Tage bei Schwester Wilhelma in Lima verbringt und dann am
14. Juli in Soritor ankommt. Zwei Wochen später (23.07.) wird ihr Rudolf
nachkommen und beide werden dann noch bis 01. August dort viel Zeit haben
für die Menschen in der Pfarrei San Felipe. Ziel dieser erneuten Reise
ist es aber auch zu erkunden, wie wir als Eine-Welt-Kreis die
Partnergemeinde von St. Stephan noch gezielter unterstützen und
vielleicht doch, wenn es mit dem Häuserbau schon nicht geklappt hat, auf
andere Art eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten können. Dass diese
Reise mit einer (hoffentlich nicht zu abenteuerlichen!) Tour über die
Anden an den Pazifik abgerundet wird, braucht nicht verschwiegen werden.
Aus
den vielen E-Mail-Kontakten mit Padre Miguel wissen wir, dass unser letztjähriger
Besuch – wenn auch mit einer recht großen Gruppe – ein tiefen
Eindruck in Soritor hinterlassen hat. Die Menschen dort sind sehr dankbar
für die Partnerschaft mit der Pfarrei „San Esteban di Munzingen“ bzw.
der Seelsorgeeinheit am Tuniberg. Und sie wissen auch: Wir als
Eine-Welt-Kreis könnten ihnen nicht ein derartige Unterstützung
anbieten, wenn uns nicht viele hier fördern würden. Sicher werden wir
auch in Soritor immer wieder davon erzählen, wie viele uns beim
„Fastenfest“, beim „Erwachsenenkleidermarkt“, durch die Kollekte
oder zusätzliche Spenden, durch den Kauf von Eine-Welt-Waren u.v.m.
unterstützen. So verstehen wir uns als „Brückenbauer“ von Gemeinden,
die wohl nie als Ganze zueinander kommen werden, aber doch vieles
voneinander wissen – und vielleicht auch einiges voneinander lernen.
Eine-Welt-Kreis St. Stephan /
Rudolf und Angelika Vögele