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Eine-Welt-Kreis St. Stephan

Circulo Un Mondo San Esteban

in der Seelsorgeinheit Tuniberg

Einblicke
in unser Wirken

März 2009

Die Idee

war, eine Partnerschaft mit einer Pfarrei in einem anderen Kontinent zu begründen, in der das voneinander Lernen und die gegenseitige Solidarität im Vordergrund stehen. Treibende Kraft dafür war Maria Bernauer, die sich bereits 1996 immer wieder dafür einsetzte, den Akzent der „Einen Welt“ auch in der Pfarrei St. Stephan erfahrbar werden zu lassen.

Die Verwirklichung

begann mit einem ersten „Eine-Welt-Essen“ im März 1997. In Folge davon entwickelte sich der „Eine-Welt-Kreis St. Stephan“, der sich an der diözesanen Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Freiburg und dem Land Peru orientierte. Bereits Ende 1997 waren erste Kontakte zur Pfarrei San Felipe in Soritor in der Diözese Moyobamba hergestellt. Diese „Pfarrei“ zählt etwa 11.000 Mitglieder, von denen ca. 6.800 in Ortschaften, die zur Stadt Soritor gehören, und mehr als 4.000 in 35 kleinen Landgemeinden leben. Das ganze Gebiet der Pfarrei ist dreimal so groß wie die Stadt Freiburg (574 km²), zwischen dem Amazonas-Tiefland und den Anden gelegen, wobei einzelne Gemeinden nur zu Fuß oder mit dem Pferd erreichbar sind. Circa 65%  der Bevölkerung lebt in extremer Armut, bei ca. 25% kann man von ärmlichen Verhältnissen sprechen.

Die katholischen Pfarreien haben es schwer, gegen die protestantischen Sekten, die aus den USA und Kanada finanziert werden, zu bestehen.

Die Kontakte waren anfangs sehr rege. Der dortige Pfarrer, Pater Jacob Mandujano Sevilla, ein Mexikaner, setzte sich sehr für diese Partnerschaft ein und unterstütze von seiner Seite den Gedanken einer gegenseitigen Partnerschaft, in der man voneinander lernt, füreinander betet und miteinander solidarisch ist. Viele Bilder und Briefe, die in dieser Anfangszeit ausgetauscht wurden, erleichterten das Kennen lernen und spornten an, füreinander da zu sein.

Die Partnerschaft

wurde offiziell am 28. März 1998 mit einem Festabend in der Schlossbuckhalle und einem Festgottesdienst am 29. März mit Domkapitular Wolfgang Sauer, Leiter des Referats Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, begründet.

Dieser Beginn der Partnerschaft St. Stephan - San Felipe
wurde auch in Soritor feierlich begangen.

 

 

 

Schon bald sollte diese Partnerschaft auch „Hand und Fuß“ bekommen. Zunächst unterstützen wir eine von Pater Jakob angeregte Gesundheitsstation OASIS, die den Armen und Kranken in Soritor auf natürliche Weise bei ihrer Heilung helfen sollte.

Im Sommer 2004 wurde  Pfarrer Miguel Flores Davila aus Peru sein Nachfolger in Soritor und die ersten Kontakte mit ihm machten uns Mut, einen Neuanfang in unserer Partnerschaft zu wagen. Er hat ein gutes Gespür dafür, was Partnerschaft bedeutet.

Das Küchenteam von Soritor

Unser Wirken

Angeregt durch die Erzählungen von Schwester Wilhelma, die jahrelang in Soritor lebte und mitarbeitete und uns Anfang Oktober 2005 in Munzingen besuchte, unterstützen wir eine "Armenspeisung" in Soritor, bei der täglich ca. 30-40 Hilfsbedürftige von der Gemeinde versorgt werden. Hierfür haben wir eine jährliche Unterstützung von ca. ca. 3.500.- $ im Jahr zugesagt.

 

Wir finanzieren unsere materielle Unterstützung aus Erlösen von jährlichen Eine-Welt-Essen bzw. vom „Fasten-Fest“, das wir seit 2002 zusammen mit dem Kindergarten St. Erentrudis veranstalten, von Erwachsenenkleidermärkten, die wir seit 1999 zweimal im Jahr organisieren, vom Verkauf von Eine-Welt-Waren, Kollekten und speziellen Projekten wie den Kalender „Essen für Soritor“ 2007, den „Suppenverkauf“ 2008 oder „SAT sucht Talentstar“ 2009.

Zudem haben wir den Besuch einer Delegation, die von 12. bis 27. Juni 2007 an den Tuniberg gekommen war, finanziert. Und derzeit planen wir einen Gegenbesuch im Sommer 2009, bei dem wir neben dem Aufenthalt in Soritor auch einige Tage das Land Peru erkunden werden. Denn nach wie vor ist unser Ziel und Anliegen nicht eine "Patenschaft", sondern eine Partnerschaft - und:

Partnerschaft braucht Begegnung.

 Unsere Partnergemeinde San Felipe in Soritor ist arm und reich zugleich: ihre Kapellen in den Landgemeinden wirken im Vergleich zu unserer Erentrudiskapelle auf dem Tuniberg vielleicht äußerst armselig... Aber dafür wissen wir, dass "die lebendigen Bausteine der Kirche und der Gemeinden" - die aktiven Gläubigen - sich dort rege an der Verantwortung und an der Weitergaben des Glaubens beteiligen! Und da können wir vermutlich viel von ihnen lernen...

 

Die Ansprechpartner

Wenn Sie mehr wissen und mit uns Kontakt aufnehmen wollen, stehen wir dazu gerne zur Verfügung. Unsere Adressen:

·        Vögele, Dr. Rudolf und Angelika
- Am Ringgässle 11 (Munzingen) -07664 – 56 12

·        Bernauer, Maria
- Tunibergstr. 13 (Mengen) - 07664 – 24 23

·        Ertel, Emmanuelle
- Romanstr. 14 d (Munzingen) - 07664 – 47 24

·        Döbele, Ruth
- Hofmattstr. 7B (Opfingen) - 07664-54 43

·        Misselwitz, Irene (Tiengen)
- Etzmattenstr. 8 c – 07664 - 1502

Wenn Sie uns unterstützen wollen, wären wir Ihnen dankbar für eine Spende - evtl. auch in Form einer Kuchenspende für unsere Erwachsenenkleidermärkte oder in Form einer Geldspende auf unser Konto bei der

Volksbank Breisgau-Süd (BLZ: 680 615 05)
Konto-Nr.: 191 400 32 / Konto Soritor.

 

Auch im Namen unserer Schwestern und Brüder in Soritor bedanken wir uns für ihre Unterstützung und Ihr Interesse  an unserem Engagement.

Ihr Eine-Welt-Kreis St. Stephan